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Die 12 Leidensstationen nach Pasing – Buchtipp

Also geht raus und schnappt euch dieses Leben.“ Dass das nicht immer leicht ist, davon handelt dieses Buch. Aber eben auch, dass man es dennoch mit (fast) allen Mitteln versuchen sollte.

Mag sein, dass wenn man die Zeit oder noch besser das Pasing und die Blumenau dieser Epoche selbst erlebt hat, dass man dann diesen Roman noch mehr genießen und verstehen kann. Ganz nach dem Motto: „Genau so war’s!“ und dabei noch ein breites Grinsen im Gesicht hat. Stefan Wimmer ist ein total authentische Coming-Of-Age-Geschichte aus den 80er-Jahren geglückt. Ein Roman aus der Münchner Vorstand mit New-Age-Musik, Roboterstiefel, angriffslustigen Prolls, dem ersten Joint und dem großen Blues, weil es einfach nicht klappt mit dem ersten Sex und den Mädchen, Mädchen, Mädchen.

Bei dieser Zeitreise leidet man oft mit, kann sich aber ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ja verdammt, es sind 12 Leidensstationen nach Pasing!

Alle Figuren – die Kajal-Clique, die Eltern, die Lehrer – sind total authentisch, ganz einfach, weil sie echt sind und Stefan Wimmer in diesem Roman wirklich Erlebtes verarbeitet.

„Also geht raus und schnappt euch dieses Leben.“ – Dieser Schlusssatz wurde vor der Coronazeit geschrieben, aber er passt wie Arsch auf Eimer in unsere Zeit und kann auch der „Generation Z“ Mut machen.

Unsere Bewertung

Vielleicht ist dieses Buch nicht für jede Generation in gleichem Maß lesenswert. Für die „Generation X“ ist es ein Muss – ein absolut unterhaltsames dazu!

Bestellmöglichkeit

Sie können Buch oder Kindle hier bestellen:  Stefan Wimmer – Die 12 Leidensstationen nach Pasing.

Video

Handlung

Sommer 1985. Die Kajal-Clique hält die Welt in Atem. Zumindest die Münchner Vorstadt Pasing, in der die vier halbwüchsigen Schüler durch die Straßen streunen und die Gegend unsicher machen. Stets bewaffnet mit alkoholischen Getränken, verehren sie abgöttisch Gothic- und Wave-Bands wie The Cure oder The Human League und sind rund um die Uhr auf der Suche nach »der Party« und dem ersten Sex. Denn die Zeiten lassen einiges zu wünschen übrig: Ihre Mitschülerinnen reagieren auf die Avancen der Clique mit stoischem Desinteresse, und auch die Schlägerbande rund um den Psychopathen Lothar macht den jungen Rebellen das Leben schwer. Erst als Baby Love aus dem benachbarten Mädchen-Gymnasium in Pasing auf den Plan tritt, gewinnen die Dinge an Rasanz.

Zum Autor

Stefan Wimmer, geboren in München, ist Schriftsteller und Journalist. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählen »Die 120 Tage von Tulúm«, »Der König von Mexiko« und »Das große Bilderbuch der Vulkanvaginas«. Er war mehrere Jahre Redakteur bei verschiedenen Lifestyle-Magazinen und lebte sieben Jahre in Mexiko City. Seit 2009 macht er regelmäßig Reportagen und Features für die ARD und das ZDF. 2010 erhielt er den Deutschen Radiopreis (Kategorie: Beste Sendung) für sein Radiofeature »Lange Nacht – Dir gehört mein Leben«. Bei Trikont gab er die CD »Mexican Boleros – Songs of Heartbreaking, Passion & Pain« heraus.

Infos zum Buch

  • Autor: Stefan Wimmer
  • Herausgeber: ‎ Heyne Verlag (erschienen am 23. März 2020)
  • Gebundene Ausgabe: ‎ 256 Seiten
  • ISBN: 978-3453272842
  • Preis: 18 Euro

 

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