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Donnerstag, 17. Mai 2012 | 07:27

FIFA 11 - ein Gespräch unter Experten

22.11.2010

Wenn Spieler spielen ...

Der sportliche, ehrgeizige, junge Schwabe Frank B. weiß, was er will: FIFA 11. Ich wiederum habe das Testmuster. Andere ältere Männer würden das schamlos ausnutzen. Ich auch. Gegen ein kleines Interview bekommt er die volle Ladung - Fußball. RUDOLF INDERST zum Rasensport-Update.

 

Na gut, na gut, ich gebe gerne zu, dass ich von Fußball nicht die geringste Ahnung habe. Ich ahnte aber, dass der Titel in Deinen Händen sehr gut aufgehoben sein würde. Du spielst seit Jahren selbst aktiv den Rasensport. Erzähl uns doch kurz dazu ein paar Takte.

 

Aktiv begann ich 1992 Fußball zu spielen. Insgesamt also schon seit 18 Jahren eifrig am passen,schießen und rennen. Dabei habe ich nie die Lust am Fußball verloren. In meiner Jugendzeit bekam ich auch die Chance, gegen ein paar bekannte, große Teams zu spielen. Eine unvergessliche Zeit. Jetzt spiele ich aber mehr zum Spaß und weil es ohne Fußball einfach nicht gehen würde.

 

Nun geht es ja um digitale Fußballkost. Entstammst Du denn schon der Generation Spieler, die außer den Zwistigkeiten zwischen FIFA und PES nichts mehr kennen?

 

Jein. Ich selbst begann Fußballsimulationen zu spielen, da waren die beiden Spiele noch keine wirklichen Konkurrenten. In meiner frühen Kindheit war International Superstar Soccer Deluxe (ein Vorreiter von PES) auf dem SNES das unangefochtene Fußballspiel. Dann kam aber die PlayStation und revolutionierte die damalige Spielewelt. Mit ihr wich auch das SNES, und FIFA war dann das Spiel schlechthin. Ab 1997 kaufte ich jede Neuauflage. Über zehn Jahre lang blieb ich FIFA dann treu. Erst 2008 wollte ich selbst ein Vergleich zwischen PES und FIFA machen. Wobei ich es lange nicht so verbissen sehe, wie viele andere.

 

Aber wenn wir schon dabei sind, in welches Lager darf man Dich getrost stecken?

 

Diese Frage war zu erwarten. Schwierig. Ich mag PES, weil viele Taktikeinstellung angeboten werden. Das ist gerade für mich als jahrelanger Fußballer sehr wichtig. Auch die Grafik ist gut. FIFA kontert aber ganz klar mit der Spielatmosphäre, der Einfachheit des Spiels und den offiziellen Lizenzen. Deswegen geht das Spiel in diesem Jahr 2:1 zugunsten für FIFA aus.

 

Warum wolltest Du den Titel eigentlich unbedingt vor mir haben? Was hast Du Dir im Vorfeld davon versprochen?

 

FIFA 10 war schon ein richtig gutes Spiel. Im Vergleich zum Vorgänger wurde einiges verbessert. Schließlich war es auch das Spiel, welches mich wieder ins FIFA-Lager zog. Im Vorfeld habe ich mir also ein FIFA 10 gewünscht mit ein wenig Feintuning. Etwas mehr Taktikeinstellung habe ich mir versprochen und Grafikverbesserungen. An beidem wurde geschraubt. Auch die Spielphysik wurde verbessert, was mich ebenfalls erfreute.

 

Und nun, da Du ausführlich die Stollen in das Grün getreten hast? Was meint der Experte in Dir?

 

FIFA 2011 macht auch dieses Jahr fast alles richtig. Die Spiele machen auch nach drei Saisons noch Laune. Ganz großartig finde ich den Multiplayer, bei dem man zu elft eine Mannschaft steuert. Das ist neu und bereitet so einigen Spaß, vor allem mag ich die Torwartfunktion. Am meisten rockt das Spiel, wenn es eben mit Freunden gespielt wird. Hierfür ist der Lounge-Modus ideal: Zusammenkommen, spielen und um die Spitzenpositionen kämpfen. Lediglich einige Taktikeinstellung mehr wären mir lieber gewesen. Zur Freude meiner Freunde, die nicht gerne warten, bis ich alles eingestellt habe, gibt es diese jedoch nicht.

 

Jetzt mal ehrlich: Brauchen wir wirklich ein FIFA 12 nächstes Jahr?

 

Definitiv! Die Sprünge von Spiel zu Spiel sind immer wieder beachtlich. Es wird immer realistischer und detailreicher. Und man ist lange noch nicht am Limit. Außerdem schläft auch die Konkurrenz nicht.

 

Schlussbemerkung

Auf FIFA 12 freue ich mich natürlich auch. Vielleicht wird es da auch einen Modus geben, in dem man den aktuellen Korruptionsvorwürfen nachgeht? "Ein Funktionär soll bei Treffen mit Reportern, die sich als Unterhändler des WM-Kandidaten USA ausgegeben hatten, 570.000 Euro für sein Votum gefordert haben, der andere gar 1,6 Millionen. Die Forderungen seien als fromme Spenden für die Sportentwicklung deklariert worden, so hätten die Stimmanbieter vorgetragen, mitzuhören ist es auf Audioclips", erläutert Autor Thomas Kistner am 17.10.2010 auf sueddeutsche.de.

 

Ja, das wäre dann wirklich einmal innovativ.


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