Oberflächliche Polit-Satire, die nicht unter die Haut geht
Der Film handelt von politischen Zwängen. Davon, dass selbst die hohen Politiker, jene, die man als oberste Entscheider wahrnimmt, nicht frei sind in ihren Entscheidungen, sondern politischen Sachzwängen unterliegen. Ganz pragmatisch bringt es der hervorragend von Bruno Ganz gespielte Kater auf den Punkt: „Der Mensch tut, was geschieht“.Der Film versucht die Tücken der Politik und deren Verzahnung mit den Medien darzustellen. Allerdings bleibt die Satire trotz bissiger Kommentare wie, „Was weiß ich, in der Politik ist alles möglich“, zu oberflächlich, um unter die Haut zugehen.
Die Dialoge wirken oft papieren. Konflikte, die in der literarischen Vorlage als Unterton mitschwingen, werden erklärend ausgesprochen. Zum Beispiel wird der zentrale Verrat des besten Freundes am Freunde ganz banal gezeigt und sogar wörtlich bekundet. Das Subtile wird dem Eindeutigen geopfert. Das Eindeutige – im Medium Film die Regel und nicht die Ausnahme – passt jedoch nicht zu diesem Film, der in einem nüchtern-realistischen Stil gedreht wurde. Auch die grundsätzlich gelungene Filmmusik von Patrick Kirst, der seit vielen Jahren in Hollywood arbeitet, ist stellenweise zu pompös für den gewählten Kamera- und Inszenierungsstil.