Punktuelle Impulse
Selbstverständlich kann und will diese Form der Kunstvermittlung nicht den umfassenden Katalog ersetzen. Die „Kunst zum Hören“ kann keine Gesamtschau anbieten, sondern setzt punktuelle Impulse in Biografie und Werk. Die Beiträge sind bewusst keine Beschreibungen.
Die Informationen zu den Arbeiten Alberto Giacomettis (1901 – 1966) betreffen mal ihren Entstehungsprozess, mal das künstlerische Umfeld, sind mal zentral und erscheinen mal wie um das Werk herumgetupft, sind dann allerdings manchmal zu marginal. Insgesamt wird in den 28 Tracks ein Bogen durch die Entwicklung der Arbeiten von Giacometti geschlagen. Deutlich wird dabei seine permanente Suche nach der Wahrheit der (optischen) Wahrnehmung insbesondere des menschlichen Körpers, ohne dass er auf dem künstlerischen Weg über die ganz kleinen Plastiken hin zu seinen großen, aber Leichtigkeit suggerierenden „Nadelfiguren“ jemals meinte, sein Ziel erreicht zu haben. Ulf Küster, Kurator der zugehörigen Ausstellung, formuliert dies kurz und bündig: „Giacometti war ständig auf dem Weg hin zu einer nicht erreichbaren Perfektion...“