Interview mit Jane Goodall - und Gewinnspiel! Bradbury / Hamilton: Fahrenheit 451 Wolf Wagner: Tatort Universität Casiokids: Topp stemning på lokal bar Die Taube auf dem Dach - ab nächster Woche im Kino! Music for Films
Donnerstag, 02. September 2010 | 20:00

 

C. Richter: Jeder ist ein Künstler. 30 Wege dorthin.

17.11.2005


Die Kunst des Selbermachens

Die Kykladen sind Ihnen für einen Kreativkurs zu teuer und die Volkshochschule ist überlaufen? Dann probieren Sie Ihr schöpferisches Potential doch in aller Ruhe zu Hause aus.

 

Die Vorweihnachtszeit ist ja geradezu verlockend, was das Ausloten der eigenen kunsthandwerklichen Fähigkeiten angeht. Und dabei muss es ja nicht beim sehr begrenzten Plätzchenausstechen mit vorgefertigten Förmchen bleiben.
Der Band "Jeder ist ein Künstler" greift letztendlich ein (verkürztes) Statement von Joseph Beuys auf, der schon immer der Meinung war: "Kunst kann man lernen." Die Autorin Christine Richter will Mut machen, über den eigenen Schatten zu springen und anzufangen: "Erst bei der konkreten Arbeit werden wir Erfahrungen sammeln, auf denen wir aufbauen können. ... Die Hauptsache ist, wir gehen überhaupt los." Da sich die Autorin allen Altersgruppen widmen möchte und sowohl Gruppen- als auch Einzelarbeiten vorstellt, wird man natürlich nicht jeder der 30 vorgestellten Techniken etwas abgewinnen können. Das erschwert es einerseits, das Buch einer spezifischen Zielgruppe zuzuordnen, lässt es andererseits aber als idealen Familienkursus erscheinen; gelegentliche Flashbacks bei Älteren zu vergangenen Kunst-Schulstunden werden nicht ausbleiben.

Ob "Zeichnen zu Zweit" für Muter und Kind oder "Body Art" für den gehobenen Beziehungsanspruch, ob "Frottage" oder "Rollage" – die Techniken werden zunächst in einem kurzen Einführungstext eingeleitet, der weniger detailliert-informativ als motivierend sein soll. Es folgen eine Auflistung der benötigten Materialien und eine Kurzbeschreibung notwendiger Arbeitsgänge, illustriert mit Ablaufbildern und Ergebnisbeispielen. Zunächst mag einem das insgesamt als eine zu wenig spezifische Hinleitung zur jeweiligen Technik erscheinen, doch täuscht die Autorin mit ihrem Vorgehen eben genau nicht vor, dass Kreativität, wie etwa Plätzchenbacken, aus der Befolgung eines Rezeptes mit genauesten Mengenangaben besteht. Vielmehr handelt es sich bei "Jeder ist ein Künstler" um ein 'Anregungshandbuch', dem am Schluss noch ein paar Tipps für Kunstpädagogen beigegeben sind.

Von Olaf Selg


Christine Richter: Jeder ist ein Künstler. 30 Wege dorthin.
Prestel. 2005.
Pappe, 128 S., 00 Farbabb. 24.95 ¤.
ISBN: 3-7913-3406-9

Mit der Unbefangenheit eines Kindes

Man hat fast das Gefühl, Umberto Eco schreibt nur noch Vorworte, kürzlich in der SZ endlich die Ankündigung, er würde tatsächlich wieder an einem neuen Roman schreiben. Und ...

"Ich will mich wieder spüren!"

Die Fußball-WM ist vorbei, der Bundespräsident gekrönt, jetzt kommt die Sommerpause - die Zeit der wirklich großen Themen.

 

Eine Kolumne von MATHIAS ...

Wir verblöden weiter

Eine engagierte Analyse des Wissenschaftsbetriebs und zehn "Regeln" für eine kreativere Zukunft an deutschen Hochschulen. Von JOSEF BORDAT

Prädikat ,,Gutmensch"?

Jane Goodalls milde lächelndem Gesicht in diesen Tagen zu entkommen fällt schwer, kaum eine Zeitschrift oder Zeitung lässt den Filmstart von Jane´s Journey ...

Ein literarischer Almadovar

Javier Tomeo hat eine Sex-& Pornosatire geschrieben. Von WOLFRAM SCHÜTTE

Aus einer anderen Zeit

Reicht ein vor fast 40 Jahren ausgesprochenes Aufführungsverbot, um einen Film im Jahr 2010 in die Kinos zu bringen? Wenn es nach der DEFA-Stiftung geht, ja. Von BASTIAN BUCHTALECK